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10.08.06

Minijobber aufgepasst: So können Rentenansprüche gesichert werden

Häufig für Frauen interessant: Rentenbeiträge im Minijob freiwillig aufstocken Minijobber, die noch nicht oder nur kurz in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, können sich mit einer geringen Zuzahlung das komplette Paket staatlicher Vorsorgeleistungen sichern. Besonders interessant ist diese Option zum Beispiel für Frauen, die bislang nur kurz erwerbstätig waren und denen deshalb noch Beitragszeiten für eine Rente fehlen. Die freiwillige Eigenbeteiligung ist jetzt deutlich günstiger geworden.Arbeitgeber zahlen für Minijobber 15 Prozent des Einkommens in die Rentenkasse

Dieser Pauschalbeitrag erhöht zwar die spätere Rente des Minijobbers; er zählt aber nicht als Beitragszeit. Denn: Wer Rente oder eine Reha-Maßnahme beantragt, muss eine gewisse Zeit zum vollen Beitragssatz in die Rentenkasse eingezahlt haben. Minijobber haben deshalb die Möglichkeit, aus eigener Tasche auf den vollen Beitragssatz von zurzeit 19,5 Prozent aufzustocken.

Das kostet maximal 18 Euro im Monat. Damit können sie sich alle Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sichern. Neben der Rente zählen dazu die Angebote zur beruflichen und medizinischen Rehabilitation nach einem Unfall oder Krankheit. Auch das Risiko der vorzeitigen Erwerbsminderung wird auf diesem Weg mitversichert.

Die Beiträge des Arbeitgebers aufzustocken lohnt sich besonders für Frauen, denen noch Beiträge für die Regelaltersrente fehlen. Auch Frauen, die vorzeitig mit 60 Jahren ihren Ruhestand genießen möchten, bietet sich jetzt eine kostengünstige Möglichkeit, die Voraussetzungen der Altersrente für Frauen zu erfüllen.

Die freiwillige Zuzahlung ist für Minijobber im Juli noch günstiger geworden. Statt bisher maximal 30 Euro kostet der volle Versicherungsschutz der Deutschen Rentenversicherung nur noch höchstens 18 Euro im Monat. Hintergrund: Die Arbeitgeber müssen seit Juli 15 statt bislang zwölf Prozent des Einkommens als Pauschalbeitrag an die Rentenkasse abführen. Für die Minijobber sinkt so der Zuzahlungsbetrag deutlich. Diese Option gilt für Versicherte, die maximal 400 Euro verdienen und nicht in einem Privathaushalt beschäftigt sind. Aber auch für Beschäftigte in Privathaushalten kann sich eine Zuzahlung lohnen. Sie zahlen dann allerdings 14,5 Prozent aus dem eigenen Portemonnaie dazu.

Wer seinen Rentenbeitrag aufstocken möchte, muss sich lediglich an seinen Arbeitgeber wenden. Vorab sollte jedoch in jedem Fall der Rat eines Rentenexperten eingeholt werden. Die Deutsche Rentenversicherung steht mit ihrem wohnortnahen Service gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Telefonische Auskünfte erhalten Sie von den Fachleuten der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover unter 0800 1000 480 10.

Autor: Carolin Elmdust
Tel: 0511/829-2634

Verbraucher revanchieren sich für fehlenden Kundenservice

Verbraucher revanchieren sich zunehmend für fehlende Kundenorientierung. Die Folge: Unternehmen mit steigenden Umsätzen kennen ihre Kunden dreimal so gut wie Firmen mit sinkenden Erlösen. Das ist ein Ergebnis der Studie "Potenzialanalyse Kundensegmentierung" von Steria Mummert Consulting, handelsblatt.com und wiwo.de. Die Studie verdeutlicht, wie wichtig es ist, Produkte schnell an gesellschaftliche Veränderungen anzupassen. Für 65 Prozent der befragten Unternehmer ist die Vergreisung der Gesellschaft die entscheidende Entwicklung der Zukunft. Aber auch Akademiker rücken verstärkt in den Fokus der Unternehmen.

Die Babyboomer kommen ins Rentenalter. Bereits 2020 könnte die Hälfte der Deutschen über 50 Jahre alt sein. Doch schon heute ist die Generation 50 plus für Unternehmen sehr attraktiv. Der Grund: Die Erbengeneration verfügt über ein viermal höheres Vermögen als junge Familien. In diesem Jahrzehnt erben die Menschen über 50 Jahre circa zwei Billionen Euro. Darüber hinaus erhalten sie jedes Jahr 50 Milliarden Euro an Ablaufleistungen aus Lebensversicherungen, so das Statistische Bundesamt.

Dass von dieser Entwicklung nicht nur Firmen profitieren, die im Gesundheits- und Sozialsektor tätig sind, zeigt der Managementkompass zum Thema "Demographischer Wandel" von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Viele Argumente, die in der Vergangenheit gegen eine Konzentration auf das Kundensegment "Ältere" sprachen, haben sich als falsch erwiesen. So konnten Forscher kein signifikant geringeres Interesse an neuartigen Produkten, kein stärkeres Preisbewusstsein und keine erhöhte Markentreue bei Senioren feststellen. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmer denkt, dass sich Ältere bereits an einen Anbieter gebunden fühlen und deshalb als Zielgruppe uninteressant sind. Vier von zehn glauben darüber hinaus, dass ältere Kunden weniger konsumieren. Der Managementkompass verdeutlicht: Wichtiger als das Alter sind im Marketing künftig soziale, geographische und kulturelle Aspekte. Die Studie "Potenzialanalyse Kundensegmentierung" zeigt jedoch, dass diese Erkenntnis noch nicht weit verbreitet ist.

Die Versicherungsbranche profitiert schon heute von der so genannten Vergreisung der Gesellschaft. Der Grund ist die starke Nachfrage nach Produkten für die betriebliche und private Altersvorsorge. Mit dem wachsenden Durchschnittsalter der Bevölkerung werden aber auch immer mehr Kunden zu Leistungsempfängern der Versicherungen. Da es in den geburtenschwachen Generationen immer weniger potenzielle Neukunden gibt, gewinnen finanzkräftige ältere Kunden für Versicherer an Bedeutung. So gibt es zum Beispiel spezielle Unfallversicherungen für Senioren, die häufige Fälle wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Oberschenkelhalsbruch versichern. Dieser Versicherungsschutz ist nicht bei jeder herkömmlichen Unfallversicherung gegeben.

Als weiterer Trend wenden sich Unternehmen den Studenten zu. Im Januar 2005 erklärte das Bundesverfassungsgericht Studiengebühren für legitim. Wenige Monate später kamen die ersten Geschäftsbanken mit Angeboten zur Studienfinanzierung auf den Markt. Experten gehen davon aus, dass jeder zehnte der zwei Millionen Studenten in Deutschland einen Kredit braucht. Bei einer durchschnittlichen Kreditsumme von 10.000 Euro beläuft sich der Markt damit auf zwei Milliarden Euro. Bei einer Marge von zwei Prozent könnten die Banken 40 Millionen Euro verdie-nen. Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Banken ist die Kundenbindung. Studenten gehören nach ihrem Studium zu den gut verdienenden Bevölkerungsgruppen, deshalb möchten Banken sie möglichst an das eigene Institut binden.

01.08.06

Zusatzversorgung für Arbeitnehmer: Anträge bis 30. September 2006 stellen

Arbeitnehmer, die rentenversicherungspflichtig in der Land- und Forstwirtschaft tätig waren, können eine Ausgleichsleistung/Beihilfe beantragen, darauf hat die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft aufmerksam gemacht. Um die wichtigsten Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung dieser Leistungen zu erfüllen, müssen die Antragsteller eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen und am 1. Juli 1995 das 50. Lebensjahr vollendet haben.

Außerdem ist für die letzten 25 Jahre vor Rentenbeginn eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit von 180 Kalendermonaten (15 Jahren) in der Land- und Forstwirtschaft nachzuweisen.

Antragsteller aus den neuen Bundesländern müssen nach dem 31. Dezember 1994 noch mindestens sechs Monate in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb rentenversicherungspflichtig gearbeitet haben. Auch ehemalige Arbeitnehmer, die keinen Anspruch mehr auf die tarifvertragliche Beihilfe des Zusatzversorgungswerkes haben, können einen Antrag auf Ausgleichsleistung stellen.

Die maximale Leistungshöhe beträgt zurzeit monatlich 62,00 Euro für verheiratete und 37,20 Euro für ledige Berechtigte.

Anträge auf Gewährung einer Ausgleichsleistung sind bis zum 30. September 2006 zu stellen. Dies ist aber nur dann maßgebend, wenn der Antragsteller bereits eine gesetzliche Rente vor dem 1. Juli 2006 bezogen hat. Wird der Antrag später gestellt, gehen nur die Leistungsansprüche vor dem 1. Juli 2006 verloren.

Rückfragen sind zu richten an die Zusatzversorgungskasse für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft,Druseltalstraße 51,34131 Kassel